Informieren, verstehen, verbessern

Sexueller Missbrauch ist ein heimtückisches Verbrechen, bei dem der Täter ein Machtgefälle und das Vertrauen seines Opfers und seiner Umgebung ausnutzt. Um den typischen Täterstrategien den Boden zu entziehen, ist es notwendig, dass alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen geschult werden und dies verstehen.

Dies beginnt gleich in der Ausbildung und setzt sich - je nach Art, Dauer und Intensität der Aufgaben – während der Mitarbeit fort.

Die Qualifizierung vermittelt grundlegende Kenntnisse über sexuellen Missbrauch,  Prävention und das institutionelle Schutzkonzept. Inhalte der Schulung sollten auch rechtliche Grundlagen sowie der Umgang mit Krisensituationen sein.
Kinder- und Jugendschutz und der Aufbau einer Kultur der Achtsamkeit und Verantwortung werden als Dauerthema etabliert. Im Fortbildungsprogramm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden regelmäßig Angebote aufgenommen, in denen die Sachkenntnisse aufgefrischt oder vertieft werden können.

Auch Bildungsangebote für Eltern und Stärkungsprogramme für Kinder und Jugendliche verbessern die Prävention.

Prävention von sexuellem Missbrauch ist ein Querschnittsthema, das an viele Themen angeschlossen werden kann, z.B. Kommunikation, Nähe/ Distanz, Sexualpädagogik und Vieles mehr.