Klare Zeichen bei Anstellung und Einsatz

Personalauswahl und Personalentwicklung sind aus gutem Grund ein wichtiger Baustein des Schutzkonzepts. Die Menschen, die Verantwortung in kirchlichen Einrichtungen, Diensten und Angeboten übernehmen, sind die wichtigsten Träger kirchlicher Tätigkeiten. Haupt- und ehrenamtliche Entscheidungsträger verantworten, welche Menschen Leitung übernehmen dürfen und ob ihnen Kinder und Jugendliche anvertraut werden. Sie müssen daher fachlich und persönlich kompetent sein. Um hier die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen, ist Folgendes hilfreich:

  • Die Person, die mitarbeiten möchte, wird über die vorhandenen Regeln und Vereinbarungen zur Prävention von sexuellem Missbrauch in einem Gespräch informiert. Das Gespräch dient den Verantwortlichen u. a. dazu, sich einen Eindruck über die Haltung dieser Person im Hinblick auf Prävention zu verschaffen und ihre Eignung zu beurteilen.
  • Dies gilt für neue wie für bereits eingesetzte Mitarbeitende in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen.
  • Mit Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes von 2012 stehen die Verantwortlichen in der Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass keine Personen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig sind, die bereits wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung verurteilt wurden. Deswegen müssen diese Mitarbeitenden ein erweitertes Führungszeugnis (EFZ) vorlegen. Dies gilt seit 01.01.2017 auch für Mitarbeitende in der Arbeit mit behinderten Menschen. (Bundesteilhabegesetz, §75 SGB XII, Art. 11)
  • Darüber hinaus ist vom Mitarbeitenden eine Selbstauskunftserklärung zu unterzeichnen. Hierin bestätigt er oder sie persönlich, dass es noch keine entsprechenden Verurteilungen gab, und dass er die Leitung sofort darüber informiert, wenn gegen ihn Ermittlungen wegen Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern, Jugendlichen oder Schutzbefohlenen eingeleitet werden.
  • Während des Einsatzes achtet die Leitung auf die Persönlichkeit und aktuelle Qualifikationen der Mitarbeitenden. Sie gibt Rückmeldungen zur angemessenen Nähe und Grenzen in der Arbeit.

Was zu tun ist

  • Personalauswahlverfahren prüfen
  • Leitfäden für Mitarbeitergespräche anpassen
  • nötige Unterlagen zur Einstellung einführen: Unterlagen zur Anforderung des erweiterten Führungszeugnisses, Selbstauskunftserklärung, unterschriebener Verhaltenskodex (Vorlagen der Diözese für Formschreiben und Erklärung des Anliegens verwenden)

Andocken an

  • Mitarbeitergewinnung, Personalverwaltung, Ehrenamtskoordination, Personalentwicklung