Was tun bei sexuellem Missbrauch?

  • Ruhe bewahren - nicht überstürzt handeln!
  • Aufmerksam zuhören und die Aussage des Kindes/ Jugendlichen ernst nehmen.
  • Wichtige Botschaften: Du bist nicht schuld. Gut, dass Du Dich mitgeteilt hast.
  • Keine unerfüllbaren Versprechen geben (Geheimhaltung, eigene Grenzen achten)
  • Sich selbst Hilfe holen
  • Kurz und sachlich dokumentieren: Situation, Fakten, Aussagen des Kindes/Jugendlichen, Datum, Beobachtungen
  • Weitere Schritte mit dem Kind oder Jugendlichen besprechen
  • Keine Informationen an den/die Beschuldigte/n!

Was tun bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch?

Haben Sie den Verdacht, dass in Ihrem Umfeld ein Kind, Jugendliche/r oder auch schutz- und hilfebedürftige/r Erwachsene/r durch Mitarbeitende in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sexuell missbraucht wird?

Wenn Sie selbst betroffen sind oder einen solchen Verdacht haben, wenden Sie sich bitte an die jeweilige Leitung der Einrichtung, Gemeinde oder Organisation. Sie können sich auch direkt an die Ansprechpartner der diözesanen Kommission sexueller Missbrauch wenden. Auf diesem Wege können die notwendigen Schritte unternommen werden, den Täter/ die Täterin schnell aus dem Zugriffsbereich auf das Opfer zu entfernen und weitere Missbrauchsfälle zu verhindern. Dies gilt für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende.

Versuchen Sie nicht, eigenständig in die Situation einzugreifen und den Täter persönlich auf den Vorfall anzusprechen. Der Täter hat häufig noch starken Einfluss auf das Opfer und kann dieses unter Druck setzen. Dadurch wird das Opfer weiteren Gefahren ausgesetzt. Wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie mit einer Vertrauensperson und/oder mit einer Facheinrichtung, um Ihre Beobachtungen einzuordnen und den Handlungsbedarf festzustellen. Auch das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch der Bundesregierung steht hierfür anonym und kostenfrei zur Verfügung: 0800 22 555 30

Insoweit erfahrene Fachkraft - was ist das?

Wenn eine pädagogische Fachkraft den Verdacht hat, dass das Kindeswohl gefährdet ist, ist laut Gesetz eine "insoweit erfahrene Fachkraft" einzubeziehen. Was das genau heißt, erläutert dieses Video aus dem Landkreis Görlitz.