Informieren, verstehen, verbessern

Sexueller Missbrauch ist ein heimtückisches Verbrechen, bei dem Täter*innen ein Machtgefälle sowie das Vertrauen des Opfers und seiner Umgebung ausnutzen. Um den typischen Täterstrategien den Boden zu entziehen, ist es notwendig, dass alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen fortgebildet und hierfür sensibilisiert werden. Dies muss bereits in der Ausbildung beginnen und sich – je nach Art, Dauer und Intensität der Aufgaben – während der Mitarbeit fortsetzen.

Seit November 2019 gibt es aus diesem Grund das Bischöfliche Gesetz über Fortbildungen zur Prävention von sexuellem Missbrauch (näheres hierzu ist unter dem Punkt Fortbildungen zu finden). Bei den Fortbildungen werden grundlegende Kenntnisse über sexuellen Missbrauch,  Prävention und das institutionelle Schutzkonzept vermittelt. Inhalte sollten auch rechtliche Grundlagen sowie der Umgang mit Krisensituationen sein. Kinder- und Jugendschutz und der Aufbau einer Kultur der Achtsamkeit und Verantwortung werden als Dauerthema etabliert. Im Fortbildungsprogramm für Mitarbeitende werden regelmäßig Angebote aufgenommen, in denen die Sachkenntnisse aufgefrischt oder vertieft werden können.

Auch Bildungsangebote für Eltern und Stärkungsprogramme für Kinder und Jugendliche verbessern die Prävention.

Prävention von sexuellem Missbrauch ist ein Querschnittsthema, das an viele Themen angeschlossen werden kann, z.B. Kommunikation, Nähe/ Distanz, Sexualpädagogik und Vieles mehr.

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