Motivierende Kommunikation und klare Meldewege

Die im Verhaltenskodex festgehaltenen Regeln werden auch deshalb allen bekannt gemacht, damit abweichendes Verhalten schneller erkannt werden kann. Ziel ist eine offene Kommunikationskultur, Klarheit und Transparenz. Die Verantwortlichen sollen sich selbst immer wieder an ihre Aufgabe, sichere Räume zu schaffen, erinnern. Zum anderen sollen Kinder, Jugendliche, erwachsene Schutzbefohlene und Personensorgeberechtigte darüber informiert werden, wie Prävention umgesetzt werden soll. Dazu gehört auch, dass bekannt ist, wer angesprochen werden kann, wenn einem etwas „komisch“ vorkommt, oder wenn jemand Gewalt zugefügt wurde. Verbindliche und bekannte Wege, wie man Rückmeldungen geben kann, machen es wahrscheinlicher, dass Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe aufgedeckt werden. Dabei muss klar vermittelt werden: Es ist gewollt, dass man schnell Meldung macht, wenn sexueller Missbrauch ausgeübt wird. Und wer sich meldet, findet ein offenes Ohr – auch wenn es vielleicht erst einmal „nur“ um die Bewertung einer unklaren Situation geht.

Erprobte Beschwerdemöglichkeiten sind z.B.:

  • Externe und interne Ansprechstellen und -personen
  • Kontaktwege über sichere Internetportale
  • Befragung zur Zufriedenheit der verschiedenen Zielgruppen und ausgeschiedener Mitarbeiter/innen

Was zu tun ist

  • Kritikbereitschaft signalisieren
  • Beratungsangebote bekannt machen
  • Wege klären, wie Hinweise und Beschwerden geäußert werden können, zeigen, dass Beschwerden ernst genommen werden

Andocken an

  • Feedback-Kultur, Beschwerdemanagement
  • Beratungsstellen (spezialisiert auf sexualisierte Gewalt/ Kindeswohlgefährdung; psychologische Beratung; Kita-Fachberatung u.a.)
  • Kommission Sexueller Missbrauch